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KI generiert: Das Bild zeigt ein modernes Regal- und Möbelsystem in einem Raum mit hellgrüner Wand. Im Zentrum hängt ein Gemälde, das eine sitzende Person und eine stehende Person darstellt.
Demnächst

Produktive Unruhe

Kunst, Publikum und Alternativkultur im Spannungsfeld der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in den 80er Jahren

21. Mai 26. Jul

Öffnungszeiten
ab 21. Mai 2026
Mi – Fr 16 – 19 Uhr
Sa & So 12 -18 Uhr
Eintritt
frei

Die 1980er Jahre waren auch in Dresden eine bewegte unruhige Zeit, voller Widersprüche, Auseinandersetzungen und Neuanfänge. Welche Ausdrucksformen konnten sich durchsetzen und welche neuen Beziehungen entstanden zwischen Kunst und Publikum diesseits und jenseits staatlicher Lenkung? Die Ausstellung „Produktive Unruhe“ nimmt ausgewählte Positionen der Kunst, der Fotografie und der Alternativkultur dieser Zeit als Resonanzraum sich anbahnender gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick. Den Ausgangspunkt bilden die IX. und X. Kunstausstellung als größte und meistbesuchte Überblicksausstellung der DDR, in denen sich bereits die Vielfalt des damaligen künstlerischen Wirkens abbildet, aber auch ausgewählte Positionen einer Alternativkultur, die zu diesem Zeitpunkt bereits eigene Wege jenseits der staatlich gelenkten Bahnen sucht und findet.Die gemeinsam entwickelte Ausstellung bietet Einblicke in diese besondere Zeit, überwiegend anhand der grafischen Sammlungsbestände des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), die 1991 nach der Auflösung des ZfK dem ifa – Institut für Auslandsbeziehungen übertragen wurden. Im selben Jahr entstand auch das Kunsthaus Dresden als Nachfolgeinrichtung der ehemaligen Dresdner Außenstelle des ZfK und heutige städtische Galerie für Gegenwartskunst.

Gleich mehrere künstlerische Neuproduktionen eröffnen – zum Teil auch in Auseinandersetzungmit der eigenen Familienbiografie – den Dialog zwischen den Generationen in dieser Ausstellung mit Werken und Leihgaben von insgesamt mehr als 50 Künstler*innen.

Auch der forschende Blick auf das Publikum von damals, seine Interaktion mit der Kunst damals wie heute hier, und das historische dokumentarische Material verweben Perspektiven der Gegenwart und der Vergangenheit miteinander und schlagen eine Brücke zu den Menschen und der Atmosphäre der 8oer Jahre in einem Land in Unruhe.

Mit Werken von 

Karl-Heinz Adler, Walter Arnold, Bernd Bankroth, Falko Behrendt, Sibylle Bergemann, Christian Borchert, Anna Bromley, Klaus Dennhardt, Reinhard Dietrich, Michael Freudenberg, Freunde der italienischen Oper, Manuel Frolik, Manuel Frolik, Hubertus Giebe, Hermann Glöckner, Dieter Goltzsche, Eberhard Göschel, Hans-Hendrik Grimmling, Herta Günther, Angela Hampel, Andreas Hegewald, Christian Heinze, Christine Heitmann, Ernst Hirsch / Gartenfest Heinz Wittig, Olaf Holzapfel, Wilhelm Klotzek, Friedrich Kracht, Sylvie Kürsten, Gerda Lepke, Werner Lieberknecht, Peter Makolies, Martin Maleschka, Yana Milev, Henrike Naumann, Helga Paris, A. R. Penck, Johannes Peschel, David Polzin, Núria Quevedo, Günther Rechn, Gerhard Rommel, Jürgen Schieferdecker, Hanns Schimansky, Werner Schinko, Luise Schröder, Klaus Schwabe, Sabine Slatosch, Wolfgang Smy, Erika Stürmer-Alex, Ulrich Tarlatt, Alfred Thiele, Max Uhlig, Norbert Wagenbrett, Suse Weber, Claus Weidensdorfer, Horst Weisse, Olav Westphalen, Leoni Wirth, Karla Woisnitza, Ruth Wolf-Rehfeldt, Willy Wolff, Ulrich Wüst, Fotis Zaprasis

Mit einem künstlerischen Zeitzeug*innenprojekt von Sylvie Kürsten mit Susanne Altmann, Michael Freudenberg, Hubertus Giebe ,Prof. Dr. Bernd Lindner, Yana Milev, Peter Segor, Sabine Slatosch

Eine Ausstellung und ein Veranstaltungsprogramm des Kunsthauses Dresden und des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung. Weitere Partner: Kunstfonds / Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Art in Networks – ein Forschungsprojekt der Professur für Bildwissenschaft und Kunstgeschichte der TU Dresden.  

Gefördert durch die Stiftung Kunstfonds Bonn, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen die Stiftung Kunst & Musik für Dresden und die Homann-Stiftung.

KI generiert: Das Bild zeigt ein modernes Regal- und Möbelsystem in einem Raum mit hellgrüner Wand. Im Zentrum hängt ein Gemälde, das eine sitzende Person und eine stehende Person darstellt.Henrike Naumann, DDR Noir, 2018 | Foto: Eric Tschernow, ifa Kunstsammlung

Termine zur Ausstellung

Mi / 20. Mai
18:00
KI generiert: Das Bild zeigt ein modernes Regal- und Möbelsystem in einem Raum mit hellgrüner Wand. Im Zentrum hängt ein Gemälde, das eine sitzende Person und eine stehende Person darstellt.
Eröffnung: Produktive Unruhe

Eine Ausstellung zu Kunst und Publikum der Kunstausstellungen der DDR in den Achtziger Jahren

Eröffnung mit einem Grußwort der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch und einem Panelgespräch mit Beitragenden zur Ausstellung

Anschließend Live-Konzert der Band »Freunde der italienischen Oper« (20:00)

Die Ausstellung in der robotron-Kantine nimmt die IX. und X. Kunstausstellung als größte und meistbesuchte Überblicksausstellung der DDR wie auch die Alternativkultur der 1980er Jahre als Resonanzraum gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick.

Ausgehend von historischen Sammlungsbeständen des ifa – Institutes für Auslandsbeziehungen, eröffnet die Ausstellung, an der über 50 Künstler*innen beteiligt sind, einen Dialog zwischen den Generationen und bietet Einblicke in die besondere Beziehung zwischen Kunst und Publikum.

Mi / 20. Mai
20:00
KI generiert: Das Bild zeigt fünf Musiker in schwarz-weiß, die ernst in die Kamera blicken. Unter den Porträts steht in großen Buchstaben der Schriftzug "FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER".
Freunde der italienischen Oper

Konzert zur Ausstellungseröffnung

Die FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER wurden 1987 in Dresden von Sänger Ray van Zeschau, der sich zu dieser Zeit noch den Künstlernamen R.J.K.K. Hänsch gibt, dem Schlagzeuger Tom Gross und dem Posaunisten Rainer A. Schmidt gegründet. Am 7. Oktober 1988 traten sie erstmals, zu diesem Zeitpunkt noch illegal, im »Klub Südstadt« in Cottbus auf. Schon kurz darauf wurde Regisseur Wolfgang Engel auf sie aufmerksam und engagierte sie für seine Faust-Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden mit Sänger Ray van Zeschau in der Rolle des »Euphorion«. Anfang 1990 wurde ihre erste LP in Westberlin aufgenommen. Einen Tag nach Einspielung der Aufnahmen verschwanden nach einem Einbruch die Bänder samt Studiotechnik und tauchten nie wieder auf. Ihre zweite LP »Um Thron und Liebe« erschien 1991 auf Vinyl. Anfang der 1990er Jahre galten FDIO unter vielen Journalisten als beste und innovativste Band der neuen Länder. Nach einer gleichnamige Tournee gab die Band am 23. Dezember 1992 in Montegalda, Italien, ihr vorerst letztes Konzert.

Nach einigen wenigen Reunions – unter anderem brachte Opernstar René Pape die Band 2005 noch einmal für die ARTE-Dokumentation »Der Bass René Pape – Mein Herz brennt« zusammen – spielen FREUNDE DER ITALIENISCHEN OPER in neuer Besetzung seit 2018 wieder regelmäßig Konzerte. 2018 erschien die CD „Via Dolorosa“, welche größtenteils neu eingespielte Versionen der alten Songs enthielt. Mit »Brüder, zur Sonne, zur Freiheit« veröffentlichten sie 2020 eine Split EP mit der Leipziger Band Die Art. Ihr aktuelles Album »Kassandra Komplex« wurde 2024 mit einem Konzert im Dresdner Schauspielhaus veröffentlicht.

Mi / 27. Mai
20:00
KI generiert: Das Bild zeigt sechs Personen in schwarzer Kleidung, die nebeneinander vor einem Bühnenhintergrund stehen. Sie wirken harmonisch und scheinen gemeinsam auf einer Veranstaltung oder bei einem Auftritt zu sein.
»Der Schlagzeuger von Zwitschermaschine«

Konzert der Band »Der Schlagzeuger von Zwitschermaschine (DSVZ)«
im Rahmen der Ausstellung »Produktive Unruhe« in der robotron-Kantine

Die Band wurde von dem Schlagzeuger der Art-Punkband der DDR »Zwitschermaschine« Walter Grossmann gegründet, ins Leben gerufen von Cornelia Schleime und Ralf Kerbach exisitierte die damals und bis heute legendäre Formation ursprünglich von 1979 bis 1983. 

»Der Schlagzeuger von Zwitschermaschine« in einer sechsköpfigen Besetzung unter anderem mit Wolfgang Grossmann (Vocals, Schlagzeug), Ralf Kerbach (Gitarre) und Jörg Schittkowski (Bass, Gitarre)
rekonstruiert Altmaterial und komponiert neue Musik, die mit Michael Roms nicht entgrateter Dichtung Punk, Freestyle und Expressionismus annektiert.

  • Aktuelle Besetzung:
    Wolfgang Grossmann (Vocals, Schlagzeug)
    Ralf Kerbach (Gitarre)
    Jörg Schittkowski (Bass, Gitarre)
    Rajko Gohlke (Bass)
    Pegman (Gitarre)
    Serge (Schlagzeug)