Eine Ausstellung zur Rolle zeitgenössischer Fotografie in Zusammenarbeit mit den Fotograf*innen der Agentur OSTKREUZ
Mit Fotografien von Sibylle Bergemann, Jörg Brüggemann, Emile Ducke, Tamara Eckhardt, Espen Eichhöfer, Sibylle Fendt, Johanna Maria Fritz, Lea Greub, Annette Hauschild, Harald Hauswald, Heinrich Holtgreve, Elliott Kreyenberg, Tobias Kruse, Ute Mahler, Werner Mahler, Dawin Meckel, Thomas Meyer, Jordis Antonia Schlösser, Ina Schoenenburg, Anne Schönharting, Linn Schröder, Stephanie Steinkopf, Heinrich Völkel, Maurice Weiss, Sebastian Wells sowie Ludwig Schirmer und Paula Winkler
Die Ausstellung mit neuen Werkserien wie auch historischen Fotografien von 25 Fotograf*innen des Kollektivs OSTKREUZ stellt der Liebe zum Bild Fragen nach der Rolle und den Entstehungsbedingungen zeitgenössischer Fotografie gegenüber: Welche Verantwortung tragen Fotograf*innen heute, mit welchen Bildern können radikale gesellschaftliche Transformationen, (geo)politische Machtverschiebungen und fortschreitende ökologische Veränderungen sichtbar gemacht werden?
Die ausgewählten Arbeiten entstehen in Zeiten, in denen sich Produktionsbedingungen unaufhaltbar verändern und an den Fundamenten jener Fotografie rütteln, die OSTKREUZ nach dem Fall der Mauer bekannt gemacht haben: Teilnehmende Beobachtungen des Zeitgeschehens, die eine Brücke zwischen dokumentarischer Verpflichtung und künstlerischem Ausdruck schlagen, und ein distanzierter Blick auf die Macht gehen inmitten der radikalen Veränderung klassischer Medienlandschaften zunehmend verloren. Und doch sind es gerade diese Werkserien, die verstehende Blicke, Empathie und Einsichten in Entwicklungsprozesse und Lebenswelten ermöglichen.
In Zeiten zerfallender Gewissheiten zeigt die Ausstellung »Was tun wir« in der historischen Dresdner robotron-Kantine – noch vor der anstehenden Sanierung des Gebäudes – Erfahrungshorizonte und Bilder von Ende und Neuanfang, Krieg, aber auch Solidarität und Zusammenhalt, wie auch von grundlegenden Umbrüchen von Lebensbedingungen und den unglaublichen Kraftanstrengungen sowie der wiederholten Suche nach Heimat und Identifikation, die es benötigt, um eine positive Entwicklung zu bewirken, die manchmal im Nichts anfängt.
Auf diese Entwicklungen reagierend versteht sich »Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten« auch als eine Ausstellung und Reflektion über die Rolle von Fotografie heute als professionelle künstlerische und gesellschaftliche Praxis.


Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, European Cultural Foundation und das Stadtbezirksamt Altstadt.
Mit weiterem Dank für Unterstützung an Hahnemühle und die Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf.
Termine zur Ausstellung

WAS TUN WIR
Vernissage
Eine Ausstellung zur Rolle zeitgenössischer Fotografie in Zusammenarbeit mit den Fotografinnen und Fotografen von OSTKREUZ