Martin Maleschka: Dresdner Nachkriegsmoderne
Installation, historische Postkarten gerahmt, Videoprojektion, Postkartenständer, 2022
Der in Eisenhüttenstadt geborene Architekt und Fotograf Martin Maleschka hat eine Installation für die robotron-Kantine entwickelt, die anhand von historischen Postkarten das größtenteils bereits verschwundene Erbe der ‚Ostmoderne‘ von der Prager Straße bis zum Neustädter Markt in Dresden dokumentiert.
Die Installation von Martin Maleschka ermöglicht Einblicke in ursprünglich vorgesehene stadtbauliche Perspektiven der Nachkriegsmoderne in Dresden und zeigt überraschende Details noch vorhandener wie bereits verschwundener Bausubstanz. Eine Projektion zeigt Aufnahmen aus dem Prozess des bereits erfolgten Abrisses auf dem ehemaligen robotron-Gelände. Maleschka selbst versteht sich als Botschafter, der für den kulturellen Wert des künstlerischen und gebauten Erbes der DDR mit einem bewusst persönlichen und möglichst ideologiefreien Zugang werben möchte. Die Postkarten dürfen von den Besucher:innen mitgenommen werden. Spenden sind willkommen.
Martin Maleschka (*1982 in Eisenhüttenstadt) lebt und arbeitet in Eisenhüttenstadt. Nach einem Studium der Architektur setzt er sich seinem fotografischen Werk wie auch in architekturwissenschaftlichen Publikationen und durch das Sammeln historischer Postkarten seit zwanzig Jahren mit dem architektonischen Erbe der DDR auseinander.
Mit freundlicher Genehmigung durch Gateway Real Estate.